Nazis töten.

Nazis töten – leider.

Manch einer meiner Leser weiß, dass ich Mitglied der sehr guten Partei “Die PARTEI” bin. Heute haben wir, der Ortsverband Witten-Wetter-Herdecke vom Landesverband NRW die ersten Plakate für den Kommunalwahlkampf 2020 bekommen. Wir haben die Plakate nicht nur auf die drei Städte aufgeteilt und sortiert, sondern natürlich auch in den sozialen Medien geteilt, damit die Wählerschaft weiß, dass wir aktiv sind und sich darüber freut, demnächst ein fesches Plakat an der nächsten Laterne zu finden.

Natürlich gab es bereits nach wenigen Minuten den ersten “belehrenden” Kommentar zu einem der Plakate. Groß steht dort “Nazis töten.” und etwas kleiner “Ein freundlicher Hinweis von Die PARTEI”.

Der Vorwurf lautete, wir würden mit dem Plakat dazu aufrufen, Nazis zu töten und das sei, unabhängig davon ob man Nazis jetzt gut findet oder nicht, einfach nicht angebracht.

Kurze Antwort: Tun wir nicht!

Lange Antwort:

Das Plakat ist, wie es auch darauf zu sehen ist, ein Hinweis. “Nazi” ist eine Abkürzung für Nationalsozialist. Nationalsozialisten sind laut Wikipedia Anhänger einer “radikal antisemitischen, rassistischen, nationalistischen (chauvinistischen), völkischen, sozialdarwinistischen, antikommunistischen, antiliberalen und antidemokratischen Ideologie.”.

In Deutschland entstand aus dieser Ideologie im jahre 1920 die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei – kurz NSDAP. Wie bekannt, kam die NSDAP 1933 an die Macht, Adolf Hitler wurde Reichskanzler und Führer und unter dieser Herrschaft wurden mehrere Millionen Menschen systematisch ermordet.

Leider tun Nationalsozialisten das auch heute noch. Flüchtlingsheime brennen und Menschen werden ermordet. Alles das sollte man nicht vergessen, wenn man “aus Protest” eine rechtsradikale Partei wie die AfD wählt. Und darum ist es auch wichtig, dass darauf hingewiesen wird.

Darum schäme ich mich auch absolut nicht solche Plakate aufzuhängen, denn:

Nazis töten. Leider.

Über Sven

Auf der Erde seit 1986 hat Sven einiges an coolen Dingen gerissen. Dabei blieb er stets bescheiden und achtete darauf andere an seinem Glück teilhaben zu lassen. Eines der vielen Beispiele seines Teilungsdranges ist dieser Blog, in den Sven all seine geistigen Ergüsse kotzt, damit alle sich daran erfreuen mögen.
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